wer aus der geschichte nicht lernt, ist dazu verdammt, sie wieder zu erleben – ich habe keine ahnung von wem das bekannte zitat stammt, aber definitiv kann man das heutzutage wieder sehen. laut nachrichten haben sich mindestens teile der eta wieder auf den weg des bewaffneten kampfes gemacht, die meldungen über anschläge von palästinensern in den letzten jahren mag man kaum zählen.

befragt man jetzt die geschichte fallen mir kaum fälle ein wo ähnliche aktionen zum gewünschten ziel führten, nach den revolutionen in frankreich und nordamerika wird es da schon gewaltig eng. gleichzeitig gibt es beispiele der vergleichsweise nähereren geschichte wo gewaltfrei solche ziele erreicht wurden: indien und südafrika zum beispiel. gandhi zwang mit gewaltfreiem zivilem widerstand das britische empire in die knie, mandela schaffte eine weltweite aufmerksamkeit und brachte damit das südafrikanische apartheitsregime zu fall. beides waren jahrelange prozesse, aber weder basken noch palästinenser könnten behaupten vor einem militärischen sieg zu stehen; zeit ist also kein argument.

blockiert gewaltfrei strassen, boykottiert israelische bzw. spanische podukte, schafft eine globale aufmerksamkeit – und auf dauer wären ein baskischer bzw. wirklich souveräner palästinensischer staat tatsächlich möglich. terroristen können von spanien und israel ohne probleme mit gewalt bekämpft werden, aber was macht man beispielsweise mit älteren frauen, die eine strasse blockieren? man kann sie wegtragen, aber wer verhindert dass sie sich nicht drei strassen weiter wieder hinsetzen? millionen verhaften und für länger wegsperren kann sich kaum ein staat wirtschaftlich leisten.

ches satz “schafft zwei, drei, viele vietnam” sollte heutzutage “schafft zwei, drei, viele indien” lauten!