vor einiger zeit kam auf dmax (ja es ist inzwischen mein lieblingssender) eine sendung über bösewichte in comics und filmen, und mir ist dabei aufgefallen dass ich die gesamten in zwei kategorien aufteilen konnte. in der ersten kategorie sind typen wie joker bei batman, einfach nur böser typen, die bösewichte der zweiten kategorie haben bei allem bösen das sie tun auch gute seiten – perfektes beispiel hierfür ist wohl darth vader, der für seinen auf die böse seite “gute” gründe hatte und an seinem ende wieder einen funken gutes in sich entdecken lässt. in der doku wurde auch immer die entstehung der figur etwas beleuchtet, und in den meisten fällen waren die langweiligen kategorie1-bösewichte vor 1960 entstanden, und eigentlich durchgängig in den usa.

wie realistisch ist ein solcher bösewicht? hat nicht jeder reele mensch in sich sowohl gutes als auch böses? vielleicht war stalin ein guter zuhörer, oder hitler ein tierfreund – trotz ihrer wahnsinnigen massenmorde. wann und warum begann in der kultur diese schwarz-weiss-malerei der figuren, und wann endete sie wieder? die griechische mythologie ist defintiv nicht schwarz-weiss, ist die christliche mythologie schon immer schwarz-weiss-geteilt zwischen teufel und gott gewesen? oder haben sie katholische auslegungen sie erst dogmatisch dazu gemacht?