mehr für nichts?
amerikas präsident hat heute zwei interessante dinge bekanntgegeben: zum einen stockt amerika seine truppen im irak weiter auf. man könnte also meinen amerika versucht nochmal alles um seine ziele im irak zu erreichen. betrachtet man aber was er danach mitteilte, sieht das ganze schon ganz anders aus – er sagte die iraker müssten nun stäker in die verantwortung gebracht werden, sonst verlören sie die unterstützung amerikas.
auf deutsch er hat den weg geebnet für einen exit der amerikanischen truppen – man sagt wenn man keinen bock mehr hat einfach “die irakis machen nicht genug mit” und zieht ab. ohne direkt eine niederlage zugeben zu müssen – man verhindert ein neues trauma alá vietnam.
aber seien wir ehrlich, wenn man die kompletten strukturen eines landes zerschlägt und es danach in einen bürgerkrieg abgleiten lässt, wie kann man dann kurz danach sich selbst in die zweite reihe stellen und die verantwortung an eben dieses land abschieben? wer zwei sekunden darüber nachdenkt sieht bushs ziel: mehr soldaten rein um volles engagement vorzugeben und gleichzeitig einen weg ebnen um das eigene gesicht zu wahren. der irak wird damit kein neues vietnam für amerika, sondern vielleicht ein neues afghanistan für die gesamte welt. opfert man halt ein paar menschenleben für amerikas ansehen in der welt.




vor circa 5 jahren
ich glaube, das ansehen amerikas in der welt ist in den letzten jahren sowas von zusammengesackt, da bleibt bald nichts mehr zu wahren. er denkt nur schwarz-weiß und in diese kategorien läßt sich die welt nunmal nicht einordnen.
ich finde es unfassbar, dass die menschen in den usa nicht reagieren. der schickt seine landsmänner unter leute, die diese einfach nur tot sehen wollen. und nebenher destabilisiert er damit die gesamte region, so das alle menschen dort darunter zu leiden haben. die konflickte außenrum, so der nahostkonflikt, geraten dabei völlig ins abseits, obwohl sie eine schlüsselstellung in dem kampf von orient und okzident haben.
als ich das heute morgen gehört habe, war ich wieder unglaublich dankbar, europäerin zu sein.