stadtsparkirche
in einer wdr-doku über luxemburg war ich gezwungen den satz “banken sind die kathedralen der dienstleistungsgesellschaft” zu hören. zum einen wurde mir schlecht, selbst ich als agnostiker fühle in einer kathedrale ehrfurcht, zum anderen musste ich lachen über die wahrheit in dem satz. ist die logische schlussfolgerung nicht dass geld der neue gott ist?
immerhin zahlen wir an banken auch kirchensteuern, oder? wie wollen wir sonst die schwachsinningen zahlungen an banken definieren? kontoführungsgebühren und dergleichen sind doch der absolute schwachsinn – ich leihe jemandem mein geld, lasse ihn damit geld für sich verdienen, bekomme von ihm dafür zwar eine art leihgebühr, diese ist aber im fragefall geringer als die gebühr, die er von mir erhält, damit ich ihm dieses geld leihen darf. hallo, ist der schwachsinn steigerbar? ich bezahle doch auch kein geld an rewe oder aldi, dass ich dort einkaufen darf. die kriegen von mir ihren mehrwert aus meinen einkäufen und gut ist. warum akzeptieren wir also dass banken unser wirtschaftssystem auf den kopf zu stellen? die einzige mögliche antwort lautet: dogma – gott – kirchensteuer!
irgendwie erinnert mich all das an das zitat “echte kriminelle überfallen keine banken, sie gründen sie”.



