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im vierten teil, also direkt vor der halbzeit der serie, kommen wir zu deutsch-witu, einem kurzzeitigen versuch im osten afrikas ein schutzgebiet neben deutsch-ostafrika zu errichten. dieses schutzgebiet stellt ein recht unbekanntes und auch nicht unbedingt ehrenvolles kapitel der deutschen kolonialgeschichte dar. der in witu ansässige sultan ahmad stand in durchängigem konflikt mit den sultanen von sansibar, und um diesen problemen zu entfliehen verkaufte er 1885 den deutschen brüdern denhardt einen teil seines landes und stellte auch den rest unter deutschen schutz. proteste von sansibar wurden mit hilfe von deutschen kanonenbooten zum verstummen gebracht, aber bis auf eine kleine schutztruppe investierte das deutsche reich nicht in diese kolonie.

karte wituauch in sachen einwanderung deutscher siedler blieb witu hinter anderen deutschen kolonien zurück, und 1890 war die von den brüdern denhardt gegründete tana-gesellschaft bankrott und das gebiet wurde unter die verwaltung deutsch-ostfrikas gestellt. schon 2 monate später aber, im juli 1890, “verkaufte” deutschland seine ansprüche auf das gebiet an großbritannien im sogenannten helgoland-sansibar-vertrag (unsinnigerweise sansibar, es ging ja um witu), im gegenzug erhielt deutschland die vor der deutschen küste liegende insel helgoland (zusätzlich enthielt der vertrag für viele kolonialgebiete anpassungen der deutschen und britischen ansprüche). die einheimischen sahen sich von deutschland verraten und begannen unruhen, bei welchen sie wochenlang die deutschen besitzungen verwüsteten und einige deutsche siedler lynchten.

der küstenstreifen liegt heute im süden kenias.

wer weitere informationen sucht, interessante quellen sind bei wikipedia.de und deutsche-schutzgebiete.de zu finden!