kleine freie männer
irgendwie ist es schon ein bisserl peinlich: man kauft im januar 2007 ein paar bücher, und findet sie tatsächlich jetzt erst wieder – ungelesen! aber in diesem falle war das ganze recht praktisch, denn durch eine fussverletzung war ich die letzten tage recht unbeweglich und entsprechend war guter lesestoff ein gefundenes fressen.
eines der ungelesenen bücher war kleine freie männer von terry pratchett, und da bei einem ständig pochenden und schmerzenden zeh humor ja ein guter ausgleich ist hab ich mich also wieder auf die scheibenwelt begeben! ich war etwas verwundert, es ging weder um die stadtwache oder gevatter tot, noch um rincewind oder die hexen – diesmal geht es um ein neunjähriges mädchen namens tiffany, welches im kreideland aufwächst und hexe werden will. ihre oma, sarah weh, war wohl als eine solche zu bezeichnen, auch wenn sich tiffany an keine stelle erinnern kann, in welcher oma weh wirklich magie wirkte – es sah halt nur oft so aus! aber immer stellt tiffany fest, “dass es trotzdem magie bleibt, auch wenn man es erklären kann”.
die kleine neunjährige ist mutig, neugierig, wissbegierig und hinterfragt was sie sieht – perfekte vorraussetzungen für eine hexe. sie vertreibt monster mit einer bratpfanne, lernt (sehr schottisch anmutende) kleine kobolde kennen und lieben, sie folgt der bösen feenkönigin in der traumreich (bei mir traten leichte erinnerungen an alice im wunderland auf), weil diese ihren bruder entführt hat – und lernt dabei dass sie eigentlich schon eine hexe ist – die nachfolgerin ihrer oma als hexe des kreidelandes. schön ist, dass am ende des romanes noch kurz nanny ogg und oma wetterwachs auftauchen – so verankert pratchett den roman stärker in der scheibenwelt!
ohne wirklich auf die etablierten themen, städte und personengruppen zurückzugreifen gelingt es pratchett einen klaren scheibenweltroman aufs papier zu bringen, der (manchmal etwas skurrile) humor kommt herrlich rüber, auch in der übersetzten deutschen fassung. für fantasy-fans, die ihre passion gerne auch mal mit einem schelmischen grinsen betrachten wollen, ist dieses buch eine absolute empfehlung, für pratchettfans ist das buch aufgrund der neuen hauptfigur eh ein must-have!
p.s.: lustiger zufall, dass auch jenni bei copperlane für die webseite der woche diesmal beim thema pratchett gelandet ist!




vor circa 3 jahren
Die Nat Mac Feegle treten schon mal kurz in einem Hexenroman auf. Ich hab leider den Deutschen Titel grad nicht parat, ist auf Englisch Carpe Jugulum (mit den Vampiren und Magrats Hochzeit), glaub ich. Und die Elfenkönigin tritt bereits in der Geschichte “Lords und Ladies” auf.
Zudem sind die Geschichten über Tiffany deswegen nicht wirklich in die Scheibenweltromane einzuordnen, weil die Zielgruppe eher jüngere Leser (also Kinder) sein sollen.
Ich glaub auf dem Buchtitel steht auch “Ein Märchen aus der Scheibenwelt” statt “Roman”.
Ich empfehle Dir ebenfalls “Maurice der Kater” zu lesen (falls Du es noch nicht getan hast). Ist ebenfalls eher ein Kinderbuch, nichts desto trotz sehr amüsant. Die anderen Geschichten, die sich um Tiffany drehen, kenn ich leider selber noch nicht, hab aber gehört, dass die auch ganz gut sein sollen.
vor circa 3 jahren
kinderbuch oder nicht, es ist herrlich zu lesen! und ich denke , dass es wirklich ein gutes buch ist um einem kind gute werte zu vermitteln.
und wenns mehr mit tiffany gibt muss ich das unbedingt mal nachforschen!