Table of contents for burgentour

  1. burgentour juni 08

nachdem mir letzten monat die burgentour einen solchen spaß gemacht hatte, wollte ich diesen monat erneut etwas ähnliches machen. als siegener hab ich eine gewisse beziehung zum haus nassau, was also lag näher als die oranierstadt dillenburg zum ziel zu wählen, sind dort doch trotz des verschwundenen schlosses die alten kasematten und auch der modernere wilhelmsturm zu besichtigen. gut, die oberen etagen des turmes, welcher im 19ten jahrhunderts mit massiven finanzmitteln aus den niederlanden gebaut wurde, sind diese saison nicht begehbar, irgendwelche vorschriften wurdend a wohl nicht eingehalten. mein erster versuch mitte des monats war leider ein totaler reinfall, einen tag zuvor hatte ein gewitter die beleuchtungsanlage der kasematten ausser gefecht gesetzt – es war also kaum was zu sehen. also mach ich mich am 31/07/08 wieder in richtung dillenburg auf, allerdings mit dem zusätzlichen ziel burg greifenstein, welche kurz hinter dillenburg liegt.

zuerst also kurz in dillenburg informiert wann eine kasemattenführung stattfindet, dann weiter in richtung burg greifenstein. trotz des unverständlichen versuches meines navis, möglichst größere strassen zu vermeiden (und mit größeren strassen meinte es schon strassen mit einer spur in jede richtung, ihm gefiehlen grade mal asphaltierte waldwege viel besser) kam ich tatsächlich an, und die burg selbst kann auch absolut begeistern – eigentlich! es gibt keine führung, beim einlass nur ein din-a4-großes informationsblatt mit grundriss und infos zu den einzelnen interessanten positionen, ganz ehrlich hätte ich lieber ein wenig mehr als die wirklich günstigen 3€ eintritt bezahlt und dafür ne führung bekommen. als weitere negative punkte empfand ich die zentrale positionierung der gaststätte in der burg mit großen paulaner-schirmen, und dass an mehreren stellen autos standen. klar, greifenstein ist eine ruine, welche von einem lokalen verein betrieben wird, aber mir hat die atmosphäre der burgen der ersten tour besser gefallen. baulich aber gibts einiges zu sehen: eine doppelkirche (im endeffekt eine kirche mit einer älteren kirche im keller), bastionsgebäude, bollwerke, (sehr kleine) kasematten und natürlich den auffälligen doppelturm mit den unterschiedlichen dächern als bergfried, … einiges läd dazu ein wirklich klasse bilder zu schießen. nach der tour noch kurz in einem restaurant nahe der burg was zu mittag gegessen und dann zurück nach dillenburg!

aufgrund der verbindung dillenburg – niederlande zählt der alte schlossberg zu den gut besuchten sehenswürdigkeiten der region, und das obwohl vom alten schloß nicht mehr viel da ist. im siebenjährigen krieg war die burg von franzosen in brand geschossen worden, und konnte nicht gelöscht werden. damit das schloss nicht wieder als kriegsschauplatz die stadt dillenburg gefährden könnte, trugen die städter selbst die steine ab, bauten daraus neue stadthäuser und schütteten die alten verteidigungsanlagen zu. später wurde dann zum gedenken an wilhelm von nassau-oranien, den befreier der niederlande, über den ruinen einen turm zu seinen ehren gebaut. inzwischen sind knapp ein drittel der alten verteidigungsanlagen wieder freigelegt, aber aufgrund der aufschüttungen liegen sie halt inzwischen komplett unterirdisch; schießscharten mit erde dahinter oder direkt ebenerdig wirken aber auf den ersten blick sehr merkwürdig. der eintritt zu den verteidigungsanlagen, welche nur mit führung zu betreten sind, liegt auch bei 3€, und das ist wirklich gut inverstiertes geld! die führung machte spass, war informatv und die führerin wusste das ganze für kinder wie erwachsene spannend zu gestalten. leider waren die lichtverhältnisse etwas zu hart für meine kamera, kaum eines der unterirdisch geschossenen bilder ist hinreichend beleuchtet um etwas erkennen zu können.

trotzdem, schaut auch diesmal das flickr-album an, auch wenn diesmal leider nur 14 bilder sind!