was ich von publikationen ala computer bild und ähnlichem halte ist schnell gesagt: wer in einem test für interne laufwerke als negativpunkt anführt, dass der pc zum einbau geöffnet werden muss, zeigt deutlich dass entweder wenig fachwissen genutzt wird, oder (aus welchem grunde auch immer) bei tests auch mal kreativ nach positiven oder negativen punkten gesucht wird. wer dabei an werbeverträge o.ä. denkt, …

koh2

wie auch immer, auf den cds und dvds sind immer wieder mal interessante filme oder programme drauf, und durch glückliche zufälle habe ich immer wieder gelegenheit an diese datenträger zu kommen, unter anderem an die dvd der computer bild spiele 11/2008, auf welcher knights of honor gebrannt ist. konna schrieb in seiner übersicht damals “…für freunde des genres aber sicher einen blick wert!”. das klingt nach mir – und ich bin begeistert!

ok, der taktikteil ist, wie konna schrieb, nicht der bringer, aber den kann man zum glück auch weglassen und die ki die kämpfe austragen lassen. aber der strategieteil ist echt gelungen, in einer fürs jahr 2004 wirklich guten grafik die truppen durch europa, nordafrika und den nahen osten zu schicke, die städte auszubauen oder spione in andere königreiche macht super spass. nungut, es ist nicht “europa universalis 3″, da kommt es in sachen spieltiefe absolut nicht ran, aber aufgrund der früheren zeitlichen ansetzung und dem kleineren rahmen bietet es, zumindest mir, eine schöne alternative neben eu3.

koh

scheinbar gibt es keine zeit im spiel selbst, man kann zwar zwischen verschiedenen epochen des mittelalters wählen, in welchen man anstreben will der beherrscher europas zu werden, und es sterben einem immer wieder könige weg, aber eine jahreszahl hab ich im spiel noch nicht gesehen. auch vermisse ich eine option für forschung, der einzige fortschritt basiert entweder auf expansion auf kosten der nachbarn, oder einen ausbau der eigenen städte. durch beides kann man die wirtschaft stärken, wodurch bessere truppen aufgestellt werden können, wodurch krieg gegen stärkere … ich denke ihr versteht das konzept. auch diplomatie, handel und religion finden ihren platz im spiel, defintiv mehr im hintergrund des militärs, aber ich denke diese priorisierung steht dem spiel auch ganz gut.

das einzige was mir komisch auffiehl ist der fakt,  dass ich truppen nur mit rittern als heerführer losschicken kann, und von diesen scheinbar nur eine begrenzte zahl an meinen hof holen kann, circa 8 oder so. wie ich damit ein reich aufbauen (und währenddessen schützen) soll das von den schottischen highlands bis jerusalem und von novgorod bis oran reichen soll, ist mir absolut ein rätsel. auch scheinen diese ritter nicht zu sterben, außer im kampf – ein ritter in meinem derzeitigen spiel hat inzwischen circa einem dutzend königen gedient. und nur wenige davon lebten auffällig kurz. er hat den kompletten aufstieg meines kleinen englischen königreiches wessex mitgemacht, vom beginn mit den 2 provinzen cornwall und kent bis zum jetztigen stand, bei dem ich die vollständigen britischen inseln, gesamt nordwest-afrika und eine erste provinz auf der iberischen halbinsel regiere! und ich vermute er wird auch noch dabei sein, wenn ich mein derzeitiges ziel, jerusalem zu befreien, erreichen werde.

aber es ist auf alle fälle ein schönes spiel, vor allem wo es so günstig zu kriegen ist.