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  1. burgentour juni 08

heisterbachletztes jahr war ich zwei mal auf tour, das eine mal war ich auf der marksburg und burg lahneck, das zweite mal auf burg greifenstein und der dillenburg. da beide touren richtig spass gemacht haben, habe ich mich auch dieses jahr wieder auf die socken gemacht, und ende juli gings in richtung bonn, der rhein ist einfach eine erstklassige region für ein solches unterfangen, man hat das gefühl im mittelalter müsste jede noch so kleine bergkuppe am rhein eine burg getragen haben, die frequenz ist überwältigend. eine kleine änderung zum letzten jahr gab es, auf dieser tour war ich nicht allein, ich wurde freundlicherweise von zwei jungen damen begleitet!

erstes ziel an diesem tag war der drachenfels bei königswinter, laut wikipedia der meistbestiegene berg europas, auch wenn ein siegerländer eine erhöhung von 320 metern über nn noch nicht als berg bezeichnen würde, ich meine auf ähnlicher höhe hab ich die meiste zeit meines lebens gewohnt. aber gut, die steigungen bis zur ruine sind schon sehr beeindruckend, von daher lassen wir die bezeichnung berg mal gelten. wir hatten eigentlich geplant zumindest für einen weg die zahnradbahn zu nehmen, also fuhren wir mit dem auto auf einen parkplatz etwas unterhalb der nibelungenhalle und machten uns per pedes auf zur station drachenburg, welche etwa auf halber höhe der bahnstrecke liegt. allerdings sind 7€ für eine richtungsfahrt doch etwas happig, sodass wir uns dafür entschieden doch beide strecke zu laufen.  im nachhinein gesehen eine gute wahl, denn auf dem weg konnte man immer wieder schöne blicke über den rhein auf bonn und köln werfen, oder die drachenburg, welche übrigens genau so aussieht wie man sich eine burg vorstellt, welche gotiknarren im 19ten jahrhundert hochzogen – irgendwie lächerlich. immerhin haben sie nicht versucht die im dreißigjährigen krieg geschleifte burg wieder aufzubauen, da hätten sie richtig mist bauen können. so verbleiben auf der bergkuppe glücklicherweise nur ein paar wände, ich gebe zu bei meinen touren letztes jahr gab es mehr zu sehen, entsprechend gibt vom drachenfels relativ wenig fotos, aber wir hatten ja noch weitere ziele, und die bergwanderung machte auf alle fälle spass.

das nächste ziel war relativ eindeutig, in direkter nachbarschaft liegt immerhin eine ruine, auf deren namen ich bereits mehrfach gestoßen war: das kloster heisterbach. letztes jahr hatte ich eigentlich auch ehrenbreitstein besuchen wollen, immerhin war ich damals ganz in der nähe, aber dafür hatte es, ebenso wie für burg stolzenfels, zeitlich nicht gereicht – zusammen mit dem deutschen eck sollte das eine weitere schöne tour für die zukunft ergeben. bei recherchen zu ehrenbreitstein tauchte auf alle fälle der name heisterbach auf, als steinlieferant. man hatte tatsächlich steine des säkularisierten klosters für den festungsbau verwendet. auch der letzte burggraf derer von drachenfels war in der klosterkirche bestattet worden, noch eine verbindung.  und bei einer wandersendung im wdr, welche von manuel andrack moderiert worden war, war eben jener auch an diesem kloster gewesen, welches auch auf dem gebiet königswinters liegt, und mich aufgrund des zerstürungsgrades wirklich beeindruckt hatten. alles gute gründe, dort kurz vorbeizuschauen – und das hat sich absolut gelohnt: wenn auf der direkt angrenzenden strasse grad kein auto fuhr strahlte die chorruine eine ruhe aus, welche die früher militärisch genutzten ruinen meiner touren nicht hatten – sehr schön als erholung nach der anstrengung am drachenfels – und es gab definitiv mehr zu fotografieren, wie ihr im flickr-album bemerken werdet,

und da königswinter ja nun der rechtsrheinische nachbar bonns ist, machten wir auch noch einen abstecher in die beethovenstadt, immerhin gibts da auch einiges zu sehen – und zu essen, denn langsam meldete sich der hunger. da ich intelligenterweise die kamera im auto im parkhaus zurückließ gibt es keine bilder von der wanderung durch bonn, dem beethovenhaus, den strassenmusikern vor dem cafe, der buchhandlung (keine sorge, die bücher werden reviewt), den enten auf dem rhein oder dem italiener, welcher uns am ende bewirten durfte.

die bilder dazu gibts wieder bei flickr, und nochmal danke an eva und simone – ihr habt den ausflug definitiv noch schöner und interessanter gemacht! bei interesse, ich nehm euch gerne wieder mit!