Table of contents for die geschichte des ska

  1. ska – die erste welle

madnessdie erste welle des ska war auf der bühne noch nahezu komplett von jamaikanern bestimmt, auch in großbritannien waren hauptsächlich einwanderer von der karibikinsel in den entsprechenden bands vertreten. seit ende der 60er war ska aber auf jamaika immer mehr vom reggae verdrängt worden, was aber sollten die skinheads, mods und anderen skafans auf den britischen inseln von hymnen auf haile selassie und die rastafari-bewegung halten? ab 76/77 kam mit dem punk aber ein musikstil auf, welcher die musikszenen der ganzen welt umwühlen sollte, und sein einfluss auf die zweite welle des ska ist unübersehbar. genauso unübersehbar war aber auch das, was der zweiten welle ihren namen geben sollte: 2tone! bei den meisten bands standen nun schwarze und weiße nicht mehr nur vor, sondern auch auf der bühne, die bekannte band madness musste sich fast schon dafür entschuldigen zufällig keinen schwarzen in der band zu haben. 2tone war einer der gegenpole zu den versuchen der national front, die skinheads für die politische rechte zu instrumentalisieren!

der ska erlebte seine erstes revival, härter und schneller als früher, aber es war immer noch ska – und er kam besser an als zuvor. denn neben der alten klientel, den mods, rudies und skinheads, standen nun auch die punks auf den neuen sound. verständlich, denn neben den normalen liebes- und partyliedern hatte der “neue ska” endlich auch themen im gepäck, die die arbeiterjugendlichen mit mohawk genauso nachvollziehen konnten wie ihre kollegen ohne haare: arbeitslosigkeit, gewalt, rassisten, polizeiterror, … der ska war auf den britischen inseln angekommen.

der name 2tone stammt übrigens vom plattenlabel der specials, von daneben auch das schachbrettmuster kommt, das zum allgemeinen zeichen der zweiten ska-welle wurde. die band war obendrein dafür bekannt bei ihren konzerten, wenn naziskins mit “sieg heil”-rufen anfingen, diese eigenhändig aus dem saal zu prügeln:

bad manners, und vor allem ihr sänger buster bloodvessel, stehen eindeutig für den spaßfaktor der skinheads während der 2tone-ära:

the selecter sind eine band, die ein veröffentlichtes lied hatten, bevor sie existierten! für eine b-seite nahm einer der specials-musiker ein lied namens “the selecter” mit ein paar musikern auf, und als das lied gut ankam wurde die band dazu gegründet:

mit “our house” schaffte es madness das heute wohl noch bekannteste lied des 2tone-stils einzuspielen, aber auch beim hier eingebetteten “nightboat to cairo” wird klar, warum sie mit ihrem nutty sound so erfolgreich waren: