Table of contents for die geschichte des ska

  1. ska – die erste welle
  2. ska – die zweite welle
  3. ska – die dritte welle
  4. ska – im mix mit anderem
  5. ska – rekordhalter judge dread

ska-punkbereits die zweite welle des ska hatte anleihen aus punk und new wave genommen, aber ab den 90ern passierte etwas noch extremeres: der crossover kam beim ska an – und machte die skaszene noch viel vielschichtiger. vor allem skapunk/skacore wurde zu einem renner, gerne gespielt auf vielen partys. interessanterweise gab es keine ablösung, man existiert nebeneinander – und spielt teilweise auch miteinander! ende der 90er habe ich doreen shaffer (skatalites, erste welle) live gesehen, zusammen auf der bühne mit dr. ring ding (dritte welle, später dancehall), beim gleichen konzert spielte judge dread (zweite welle).

ich will gar nicht die vielen verschiedenen stirichtungen alle abdecken, das wäre auch ziemlich unmöglich, vor allem wenn man den ska-ableger reggae auch mit ins boot holt, deshalb stelle ich diesmal einfach nur ein paar bands vor, welche zwar nicht reinen ska spielen, aber interessant sein könnten für euch (für mich sind sie es). dafür werden die texte zu den bands etwas länger:

die sicherlich bekannteste band der liste ist no doubt. den meisten wohl erst ab dem album “tragic kingdom” bekannt, auf welchem noch einige skaeinflüsse zu hören waren, haben no doubt als madness-coverband angefangen, und waren in ihrer anfangszeit eine reine skaband. das album “the beacon street collection”, im selben jahr erschienen wie ihr durchbruch “tragic kingdom”, klingt auch noch viel mehr nach ska und teilweise skapunk! von diesem album (und zeiten als gwen stefani noch normal im kopf war) also “total hate 95″:

operation ivy von der amerikanischen westküste veröffentlichten gerade mal ein album, bevor sie die band wegen “zu großem kommerziellen erfolg” auflösten. komisch, dass zwei ex-ivys später bei der gründung der band rancid dabei waren, die punkehre war wohl weniger wichtig geworden. “energy”, da einzige opiv-album aber war erstklassig, und mit dem frühen veröffentlichungszeitpunkt 1989 wegbereitend für den skapunk:

spaniens bekanntester ska-export ska-p spielt schwer schnellen skapunk, und singt nahezu jedes lied auf spanisch (mir ist nur ein englisches bekannt). in den häufig politischen texten bringt die in spanien auch kommerziell erfolgreiche band ihre antikapitalistische, anarchistische gesinnung zur sprache. hier “amerika latina libre”, der inhalt dürfte trotz spanisch schnell klar werden. am anfang übrigens spielen sie kurz “monkey man” an, die zweite welle lässt grüßen:

womit wir bei skacore angekommen wären, ska mit hardcorepunk gemischt. bei voodoo glow skulls kommt für mich die anfangs etwas gewöhnungsbedürftige mischung gut rüber, und ich will nicht wissen wie fertig die bläser nach so einem lied sind:

bei fifa2000 war ein lied von reel big fish in der playlist, und die skapunks erscheinen mir immer als so eine art skapunkclowns. ob das an den vielen covern liegt, die sie in ihr genre transportieren, kann ich zwar nicht sagen, dass sie “take on me” cooler spielen als aha aber schon:

und dann noch das schwere thema dancehall! im netz ist immer wieder zu lesen dass dieser stil vom reggae käme, und dann wird dies mit dem argument untermauert, vom reggae käme ja die art des gesangs, das toasting. ich will mich hier jetzt nicht zum allwissenden aufbauen, und die beziehung reggae-dancehall abstreiten, aber da das toasting, ebenso wie der reggae, vom ska kommt, ist ska mindestens der großvater des dancehallstyle. ich hab ein etwas gespaltenes verhältnis zu diesem stil, seed beispielsweise mag ich nicht, von sean paul nur sehr wenig – dafür gefällt mir dr. ring ding ziemlich gut, deshalb das erste video von ihm. das zweite passt nicht wirklich genau in die reihe, denn es ist nicht wirklich ska – aber wenn dancehaller gentleman den pseudopunks der toten hosen hilft ein clashcover zu spielen, gibts ja zumindest einen kleinen zusammenhang. und the clash war ja auch die punkband der ersten stunde, welche am stärksten von anderen musikstilen beeinflusst wurde, unter anderem vom ska: