aktuell kann man kaum eine nachrichtensendung sehen in der nicht über kindesmissbrauch durch katholiken hört. man hat fast das gefühl katholische priester ziehen in banden durch die gegend, auf der suche nach minderjährigen opfern. ich denke anstelle der aktuellen berichterstattung, das hauptaugenmerk sollte auf andere punkte gerichtet werden. bitte nicht falsch verstehen, selbstverständlich müssen fälle von kindesmissbrauch aufgedeckt und öffentlich gemacht werden, aber sollte man nicht eher überlegen wie man solche fälle verhindert?

das problem ist allerdings, die katholische kirche scheint da anderer ansicht zu sein. anstatt eine diskussion beispielsweise über den zölibat zu beginnen, hält die katholische kirche es schon für angemessen wenn sie zusagt dass sie mit der staatsanwaltschaft zusammenarbeitet, dass sie ihre informationen mit den staatlichen ermittlungsbehörden teilt. und sie scheint das schon als großzügig anzusehen, dass sie nicht mehr einfach den entsprechenden angestellten an eine andere position versetzt, wie sie es früher machten. mir war bewusst dass unser staat christlichen kirchen sonderrechte einräumt, welche ich persönlich für verfassungswidrig halte, aber wenn ich richtig informiert bin zählt kindesmissbrauch zu den straftaten, welche gemeldet werden müssen – und das gilt auch für organisationen wie kirchen!

klar, vatikan und erfüllungsgehilfen bemühen sich zu behaupten dass der zölibatszwang für ihre priester nichts mit kindermissbrauchenden priestern zu tun hat, aber ist das nicht etwas logisches? ich gebe zu, klar gibt es einige menschen die einfach krankhaft veranlagt sind und so oder so entsprechende vergehen begehen werden, aber dürfte es nicht ein paar priester geben, die sich in einer ehe auf normale weise sexuell ausleben können, und dafür nicht illegale wege betreten müssen? vielleicht bin ich da etwas blauäugig, aber wofür ist die idee von sexueller enthaltsamkeit für religiöses beratungspersonal eigentlich gut? die protestanten scheinen ohne diesen unsinn ganz gut klar zu kommen – und von denen hört man eher nicht witze über beichten, mars, snickers und ministranten.