getaggt als madness

ska – rekordhalter judge dread

irgendwann anfang der 90er war ich in köln kalk auf einem skakonzert, und einer der haupt-acts war ein alter, sehr stabil gebauter engländer, mit einer sehr prolligen haarfrisur – oben glatze, die seiten dafür umso länger. und um das prollimage zu verstärken sang der typ auch noch lieder wie “up with the cock”, “y viva suspenders” und andere lieder mit klar sexuell anzüglichen texten. wen ich da auf der bühne sah war kein geringerer als judge dread!

cover judge dread last of the skinheadsso gesehen hatte ich großes glück ihn noch live gesehen zu haben, 1998 verstarb der judge, herzinfarkt als er gerade bei einem konzert in canterbury die bühne verließ. fast 30 jahre lang hatte er in der reggae- und skaszene mitgemischt, und das nicht zu knapp: More >

ska – im mix mit anderem

ska-punkbereits die zweite welle des ska hatte anleihen aus punk und new wave genommen, aber ab den 90ern passierte etwas noch extremeres: der crossover kam beim ska an – und machte die skaszene noch viel vielschichtiger. vor allem skapunk/skacore wurde zu einem renner, gerne gespielt auf vielen partys. interessanterweise gab es keine ablösung, man existiert nebeneinander – und spielt teilweise auch miteinander! ende der 90er habe ich doreen shaffer (skatalites, erste welle) live gesehen, zusammen auf der bühne mit dr. ring ding (dritte welle, später dancehall), beim gleichen konzert spielte judge dread (zweite welle).

ich will gar nicht die vielen verschiedenen stirichtungen alle abdecken, das wäre auch ziemlich unmöglich, vor allem wenn man den ska-ableger reggae auch mit ins boot holt, deshalb stelle ich diesmal einfach nur ein paar bands vor, welche zwar nicht reinen ska spielen, aber interessant sein könnten für euch (für mich sind sie es). dafür werden die texte zu den bands etwas länger: More >

ska – die zweite welle

madnessdie erste welle des ska war auf der bühne noch nahezu komplett von jamaikanern bestimmt, auch in großbritannien waren hauptsächlich einwanderer von der karibikinsel in den entsprechenden bands vertreten. seit ende der 60er war ska aber auf jamaika immer mehr vom reggae verdrängt worden, was aber sollten die skinheads, mods und anderen skafans auf den britischen inseln von hymnen auf haile selassie und die rastafari-bewegung halten? ab 76/77 kam mit dem punk aber ein musikstil auf, welcher die musikszenen der ganzen welt umwühlen sollte, und sein einfluss auf die zweite welle des ska ist unübersehbar. genauso unübersehbar war aber auch das, was der zweiten welle ihren namen geben sollte: 2tone! bei den meisten bands standen nun schwarze und weiße nicht mehr nur vor, sondern auch auf der bühne, die bekannte band madness musste sich fast schon dafür entschuldigen zufällig keinen schwarzen in der band zu haben. 2tone war einer der gegenpole zu den versuchen der national front, die skinheads für die politische rechte zu instrumentalisieren! More >

ska – die erste welle

laurel_aitkenwenn man die ursprünge des ska aufspüren will, muss man sich zuerst ansehen, welche musik in den 50ern gehört wurde, und auch wie. neben dem einheimischen mento wurde vor allem amerikanischer bebop-jazz und rythmn & blues gespielt. allerdings nicht im staatlichen radio, und plattenläden gab es kaum, und so entstand eine für den ska und seine entstehung unglaublich wichtige art der musikunterhaltung: die sound-system! im endeffekt waren es rollende diskos, man besorgte einen lkw, stellte einen plattenspieler, ein mikro und möglichst viele boxen drauf, stellte sich auf einen platz und legte los. die moderatoren des ganzen, beispielsweise prince buster, wurden schnell zu stars der jamaikanischen musikszene, um sich von der konkurrenz abzuheben versuchten sie zwischen den liedern mit immer mehr gags, anzüglicheren sprüchen oder kostümen ihre fans zufrieden zu stellen, teilweise gab es regelrechte strassenschlachten wenn zwei sound-system in der selben gegend spielten. More >

ashes to ashes season 1

ashes to ashes

auch wenn das bild von season 2 ist (es gibt kein gutes mit den wichtigen charakteren und dem audi im season-1-outfit), wer life on mars gesehen hat wird 3 charaktere direkt wiedererkennen! ja, es geht um ashes to ashes, den nachfolger der erfolgreichen bbc-serie life on mars. bei meinem beitrag zu eben dieser serie hatte mir julia das sequel auch mal unter die lupe zu nehmen, und das habe ich die letzten tage auch getan – und es hat mich wieder gepackt. More >

tobis mixtape seite 2

Home_taping_is_killing_music

ok, nachdem gestern ja der erste teil meines mixtapes für beetfreeqs blogparade schon veröffentlicht wurde, mit einem fokus auf punkrock, gehts heute mit der zweiten seite etwas ruhiger zu. diese zweite seite bringt hauptsächlich ska, aber auch folk und swing sind dabei. wem das alles gestern zu hart war, vielleicht kommst du hier jetzt auf deine kosten.

seite 2 harmony (ska&co) – 30,3 minuten

  • shane macgowan – donegal express 02:56 (anhören)
    japp, die ska&co-seite des tapes beginnt direkt mit (wenn auch sehr ruhigem)  folkpunk, bei dem es obendrein darum geht mit den damen der region zu kopulieren und dann abzuhauen. aber allein schon die textstelle “i may have fucked misses, but i never fucked your daughter” bewirkt dass dieses lied diesen ehrenplatz auf dem tape einnimmt! More >

johnny the horse

madness.gifirgendwie bin ich aktuell musikalisch stark auf dem madness-trip – am pc, im auto, wenn ich musik höre dann ist das aktuell eigentlich nur madness! und es ist interessant, man entdeckt dass lieder oder gar alben, die man damals nicht weiter beachtet hat, eigentlich die glanzlichter der musikalischen karriere der band sind. madness war schon früher eine band die ich mochte, aber neben “nightboat to cairo” und “one step beyond” habe ich sie nur wenig wahrgenommen. More >